Railay, Rai Lay, Rai Leh

Wir stehen noch eine Stunde früher auf. Diesmal steht der Wecker auf 6:00 Uhr weil ich gestern Abend zu faul war um noch zu packen und um 7:00 Uhr werden wir abgeholt.

D.h. eigentlich hats geheißen, wir werden zwischen 7:00 und 7:20 Uhr abgeholt, dann zur Fähre gebracht und die Fähre fährt von 8:00 bis 11:00 Uhr bis Ao Nang. Der Fahrer ist dann aber schon um 6:50 Uhr da und wir mit dem Frühstück noch nicht mal fertig. Wir würgen das halt schnell runter und dann gehts weiter. Nach uns holt er aber noch zwei ab auf die er auch warten muß. Wir haben also kein schlechtes Gewissen.

Etwas seltsam finden wir es nur, als wir auf eine Autofähre auffahren. Bei der Herfahrt hat unsere Fähre an einem Pier auf Koh Lanta angelegt und wir brauchten keine Autofähre mehr.

Bei der zweiten Autofähre sind wir uns dann sicher, dass wir nicht mit der Fähre nach Ao Nang fahren sondern direkt mit dem Auto. So ist es dann auch. Die anderen vier werden in Krabi rausgeschmissen weil sie nach Koh Samui wollen. Uns fragt wieder eine Übersetzerin wo wir hinwollen und sagt es dann dem Fahrer weiter. Wir landen dann auch wirklich an einem Pier wo ein Longtail Boot nach Rai Lay (so stehts auf dem Ticket) wegfährt.


Diese Boote warten immer, bis sie voll (8 Personen) sind und fahren erst dann ab. Wir haben Glück. Wir waren die letzten beiden und es geht sofort los.

Dank der rasanten Fahrweise unseres Taxis (hier hab ich mir schon manchmal Sicherheitsgurte gewünscht) und unserem Glück beim Longtail Boot sind wir sogar schon um 10:30 Uhr auf Rai Leh (so stehts in unserem Reiseführer).
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Der erste Eindruck von Railay (so stehts auf den lokalen Inselplänen) ist sehr gut. Es ist ähnlich wie auf Phi Phi ein sehr flacher Teil mit Sandstränden nach Ost und West und auf beiden Seiten sind sehr hohe Felsen die die Strände begrenzen. Nur das hier ist eben keine Insel, sondern nur eine Halbinsel. Hinter den nördlichen Felsen ist das Festland. Allerdings sind die Felsen so hoch und steil, daß hier nie eine Straße her gebaut wurde und man nur mit dem Boot her kommt.

Auf Railay gibt es keinen Pier. Wir müssen also aus dem Longtail Boot ins 20cm tiefe Wasser springen und unser Gepäck an Land tragen. Da wir noch keine Unterkunft haben gehen wir ins erste Geschäft auf dem “Tourist Information” steht und fragen ob sie uns was vermitteln kann. Das Mädel dort scheint uns aber nicht so richtig zu verstehen und schickt uns nur in einer Rezeption von dem nächsten Hotel. Also checken wir halt dort ein. Wir kommen erst später drauf, dass diese Touri Info keine normale Touri Info war, sondern zu dem Hotel dazugehört. Dann ist es klar, dass sie uns keine anderen vorschlägt.

Unser Bungalow hier kostet 1350,- Baht und ist damit sowohl von der Größe&Qualität als auch vom Preis zwischen denen von Phi Phi und Lanta. Nur das der in Lanta mit 800,- auch der beste war.

Unser Zimmer muß erst mal sauber gemacht werden, also drehen wir mal eine Runde und schauen uns die Gegend an. Nach dem frühen Frühstück muß jetzt ein 2. Frühstück her. Dabei merken wir leider sofort, dass die Preise hier weit über denen der anderen Orte sind an denen wir in Thailand bis jetzt waren. Oder vielleicht waren wir auch nur im falschen Lokal. Wie sich herausstellt dürfte das das einzige Restaurant in Railay West sein, das auch Alkohol ausschenkt. Wegen der hohen Anzahl an Moslems hier gibt es in den anderen nur Antialk zu trinken.

Wir scheinen aber am Ende irgendwo falsch abgebogen zu sein und landen bei der Diamond Cave

P1000304 Nach der Frühstückspause gehen wir weiter und versuchen Railay Ost zu finden. Am Weg finden wir wieder jede Menge Affen und später gehen wir den Felsen entlang. Wer behauptet hat, Stalaktiten wachsen nur in Höhlen, der war noch nie hier. Die riesigen Felsen sind hier alle oben dicker als unten und am Rand hängen Stalaktiten herunter. Das sind aber keine kleinen wie in unseren Höhlen. Nein, hier sind die Stalaktiten riesig. Leider kommt das auf den Fotos gar nicht so richtig heraus. P1000316
P1000317 Das Foto hier links ist nach oben aufgenommen. Von den Felsen tropft es ständig herunter obwohl der Himmel strahlend blau ist. Keine Ahnung wann es hier das letzte Mal geregnet hat. P1000319

Für Railay Ost sind wir allerdings irgendwo falsch abgebogen. Wir landen noch bei der Diamond Cave von der ich weiß, dass sie nördlich vom Oststrand ist und geben dann auf und drehen um. Es ist ziemlich heiß, wir sind durstig und müde.

Als wir zurück kommen ist unser Zimmer fertig, es gibt eine kalte Dusche und dann gehts ab an den Pool. Dort können wir uns erst mal etwas erholen.

P1000329P1000337 Um 16:30 Uhr sind wir dann wieder bereit uns zu bewegen. Beim 2. Versuch finden wir auf Anhieb einen viel kürzeren Weg zum Oststrand. Dort ist allerdings gerade Ebbe und da schaut der Strand so aus.

Diese Felsen mit den riesigen Staktiten laden schon auch zum Klettern ein und so finden wir hier auch jede Menge die das machen.


Links wächst ein Baum aus dem Weg und durch den Zaun.

Und rechts geht der Weg wieder unter einigen Tropfsteinen durch.
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P1000341 Hier geht der Weg zu einem Aussichtspunkt hinauf. Damit haben wir nicht gerechnet und wir haben nur die Sandalen an. Aber mit unseren Klettersandalen sind wir da noch um Welten besser dran als so manche andere mit Flip Flops oder barfuß.
Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall. Unten ist Railay Ost rechts und West links zu sehen.Viewpoint_Panorama
P1000349 Nach dem Abstieg gehen wir den Weg weiter an einigen Tropfsteinen ohne Höhlen vorbei bis wir schließlich am Phra Nang Beach, dem südlichsten Strand hier, ankommen.

Auch hier gibt es wieder einige Kletterer. Anscheinend versuchen sich auch manche an dem Stalaktit mit den Matten darunter, da sehen wir aber gerade niemanden. Man müßte auch die ersten paar Meter ohne Füße klettern. Das schafft der Durchschnittstourist dann vielleicht doch nicht.
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P1000390 Hier sieht man schön, wie hoch der Felsen ist im Vergleich zu den Menschen darunter.







Wir sind genau zur richtigen Zeit hier. Der Strand ist schon ohne Sonnenuntergang schön, aber mit ist es perfekt. Es war wirklich schwierig für den Blog die schönsten aus den 40 Sonnenuntergangsfotos auszuwählen.
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2 Comments

Michael

Ja, kann ich jetzt besser verstehen. Ich fands da auch bis jetzt am schönsten und frag mich, wieso du da wieder weggefahren bist. Und wieso sind wir wieder weiter gefahren?